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China möchte kontrollieren, welche Apps Bürger verwenden. Aber wird Google Ball spielen?

Bild: Getty Images

Google erwägt einen neuen Weg, um endlich seinen offiziellen Play Store durch die Great Firewall of China zu bekommen. Aber es ist ein harter Kampf, da das Land die Apps, die seine Bürger auf ihrem Smartphone haben, fester greift.

Die Information Berichten zufolge hat Netease, Chinas zweitgrößtes Spieleunternehmen, Google zur Gründung eines Joint Ventures angesprochen, um den Play Store im weltweit größten Smartphone-Markt zu lancieren.

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Dies folgt Gerüchten aus dem Jahr 2015, wonach Google an einer rein chinesischen Version des Play Store gearbeitet habe, um die Aufsichtsbehörden einzuhalten.

Google hat in den letzten Jahren versucht, wieder in den chinesischen Markt einzutreten, nachdem es wegen der Zensurpraktiken des Landes bekanntlich mit chinesischen Regulierungsbehörden zusammengestoßen war.

Google würde China 2010 verlassen, nachdem es eine Reihe von Cyberangriffen entdeckt hatte, die es an der chinesischen Regierung feststeckte. Die Verwaltung hat sich jedoch nicht offiziell zur Verantwortung gezogen.

Bild: Getty Images

Mit der zunehmenden Nutzung von Android-Telefonen in China und den geoblockten Web-Eigenschaften von Google wenden sich die meisten Benutzer in China an App-Stores von Drittanbietern. Viele von ihnen tragen Kopien von Play Store-Apps - und manchmal schleichen sich bösartige Versionen an Bord.

Im Januar sagte die Cyberspace Administration of China, diese App-Stores müssten sich offiziell registrieren lassen, um illegale Aktivitäten wie Urheberrechtsverletzung und Betrug einzudämmen.

Die Durchsetzung der Regel wird im ganzen Land stetig ausgebaut. Am Mittwoch gab Shanghai sein Registrierungssystem bekannt, teilte die staatliche Presse mit.

Der Registrierungsprozess rächt aber auch ausländische App-Stores, in denen Chinas Zensurpraktiken ständig zunehmen. Im Januar die New York Times Die iPhone-App wurde aus Apples App Store gezogen. Die Behörden arbeiteten angeblich nur mit Apple und das Papier erfuhr erst dann von der Entfernung, als es geschah.

Gemäß den neuen Registrierungsregeln müssen App-Stores Benutzeraktivitäten für 60 Tage protokollieren und müssen den Store auf "illegale Inhalte" überprüfen.

Mashable hat Apple, Google und NetEase für weitere Informationen kontaktiert.